Bienenfreundliche Pflanzen im Herbst: Späte Nahrung für Bienen und andere Bestäuber

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Bienenfreundliche Pflanzen im Herbst: Späte Nahrung für Bienen und andere Bestäuber

Wenn sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt, wird das Nahrungsangebot für Bienen und andere Bestäuber zunehmend knapper. Viele typische Sommerblumen sind bereits verblüht, während Honigbienen weiterhin ausfliegen und Wildbienenarten noch auf der Suche nach Pollen und Nektar sind.

 

Bienenfreundliche Pflanzen im Herbst können daher einen wichtigen Beitrag dazu leisten, Nahrungslücken zu schließen und Bestäuber bis weit in die kühlere Jahreszeit hinein zu versorgen.

Warum sind bienenfreundliche Pflanzen im Herbst wichtig?

Im Frühjahr und Frühsommer ist das Angebot an blühenden Pflanzen meist besonders groß. Obstbäume, Raps, Löwenzahn, zahlreiche Stauden und Wildpflanzen bieten Bienen reichlich Nahrung. Im Spätsommer und Herbst verändert sich die Situation jedoch deutlich. Viele Pflanzen haben ihre Blütezeit beendet und das sogenannte Trachtangebot nimmt ab.

 

Honigbienen benötigen weiterhin Nektar als Energiequelle und Pollen für die Versorgung der Brut. Gerade im Spätsommer werden die langlebigen Winterbienen aufgezogen, die das Bienenvolk durch die kalte Jahreszeit bringen. Eine ausreichende und vielfältige Pollenversorgung spielt daher eine unverzichtbare Rolle für das Überleben und die Ernährung des Bienenvolkes.

 

Auch Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge profitieren von Spätblühern. Einige Hummelvölker sind bis in den Herbst aktiv, während bestimmte Wildbienenarten noch bis November Nahrung sammeln.

Welche Pflanzen sind im Herbst besonders bienenfreundlich?

Nicht jede spätblühende Pflanze bietet Bienen automatisch ausreichend Nahrung. Entscheidend sind unter anderem die Blütenform, die Menge an Nektar und Pollen sowie die Zugänglichkeit der Blüten.

Besonders empfehlenswert sind heimische Wildpflanzen, robuste Stauden und Gehölze, die bis in den September, Oktober oder sogar November hinein blühen.

 

 

  1. Herbstastern

Herbstastern gehören zu den bekanntesten spätblühenden Stauden. Je nach Sorte öffnen sie ihre Blüten von August bis Oktober und bieten vielen Insekten Nahrung.

Die offenen Blüten werden von Honigbienen, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen besucht. Besonders wertvoll sind ungefüllte Sorten, bei denen die Blütenmitte gut erreichbar ist.

Herbstastern bevorzugen überwiegend sonnige Standorte und eignen sich für Staudenbeete, naturnahe Gärten und teilweise auch für größere Pflanzgefäße.

 

 

  1. Fetthenne

Die Fetthenne, auch als Hohe Fetthenne oder Herbst-Fetthenne bekannt, ist eine robuste und pflegeleichte Staude. Ihre zahlreichen kleinen Einzelblüten bilden große Blütenschirme, die für Bestäuber leicht zugänglich sind.

Je nach Sorte blüht die Fetthenne von August bis Oktober. Sie bevorzugt offene, sonnige Flächen  und kommt gut mit trockenen Böden zurecht. Damit eignet sie sich auch für Gärten, in denen pflegeleichte und trockenheitsverträgliche Pflanzen gefragt sind.

 

 

  1. Efeu

Efeu wird als Nahrungsquelle für Bienen häufig unterschätzt. Ältere Efeupflanzen können im September und Oktober blühen und gehören damit zu den besonders spät verfügbaren Nektar- und Pollenquellen.

Die unscheinbaren Blüten werden von Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen und weiteren Insekten besucht. Besonders die Efeu-Seidenbiene ist eng mit dem Pollenangebot des Efeus verbunden.

Wichtig ist, Efeu nicht regelmäßig vollständig zurückzuschneiden. Erst ältere Triebe bilden Blüten und später die für Vögel wertvollen Früchte.

 

 

  1. Besenheide

Die Besenheide ist eine typische Pflanze für Heidegärten, naturnahe Gartenbereiche und Pflanzgefäße. Ihre Blütezeit reicht je nach Sorte vom Spätsommer bis in den Herbst.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, keine sogenannte Knospenheide zu wählen. Bei diesen Züchtungen bleiben die Blüten geschlossen, sodass Bienen und andere Bestäuber kaum oder gar nicht an Nektar und Pollen gelangen.

Natürlich blühende Besenheide mit geöffneten Blüten ist daher die bessere Wahl für einen bienenfreundlichen Garten.

 

 

  1. Sonnenbraut

Die Sonnenbraut bringt mit ihren gelben, orangefarbenen oder rötlichen Blüten Farbe in den spätsommerlichen Garten. Viele Sorten blühen von Juli bis September, einige sogar bis in den Oktober.

Die Staude bevorzugt sonnige Standorte und nährstoffreiche Böden. Ihre offenen Blüten bieten verschiedenen Insekten einen gut zugänglichen Landeplatz und Nahrung.

 

 

  1. Herbst-Anemone

Herbst-Anemonen blühen je nach Sorte von August bis Oktober. Die ausdauernden Stauden eignen sich besonders für halbschattige Standorte und können über viele Jahre im Garten wachsen.

Sorten mit einfachen oder halbgefüllten Blüten bieten Bienen einen besseren Zugang zu Pollen als stark gefüllte Varianten. Einmal etabliert, können Herbst-Anemonen größere Bestände bilden und so über einen längeren Zeitraum Nahrung bereitstellen.

 

 

  1. Wasserdost

Der Wasserdost ist eine heimische Wildstaude, die besonders in naturnahen Gärten wertvoll ist. Seine zahlreichen kleinen Blüten erscheinen überwiegend von Juli bis September und werden von Bienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen besucht.

Die Pflanze bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden und eignet sich unter anderem für Teichränder, feuchte Gartenbereiche und naturnahe Staudenpflanzungen.

 

 

  1. Bergminze

Bergminzen zeichnen sich durch eine lange Blütezeit und zahlreiche kleine, nektarreiche Blüten aus. Je nach Art und Standort können sie bis in den September oder Oktober hinein blühen.

Die Pflanzen bevorzugen sonnige, eher trockene Standorte und eignen sich für Staudenbeete, Steingärten und naturnahe Pflanzungen. Während der Blüte werden sie häufig von Honigbienen und verschiedenen Wildbienenarten beflogen.

 

 

  1. Bartblume

Die Bartblume ist ein kleiner, spät blühender Strauch, dessen meist blaue Blüten von August bis Oktober erscheinen können. Sie bietet Bienen und Hummeln Nahrung zu einer Zeit, in der viele andere Gehölze bereits verblüht sind.

Bartblumen bevorzugen warme, sonnige und geschützte Standorte. Da sie empfindlicher gegenüber starken Frösten sein können, ist ein geeigneter Standort besonders wichtig.

 

 

  1. Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose öffnet ihre auffälligen Blüten von August bis Oktober und kann von verschiedenen Insekten als wertvolle Nahrungsquelle genutzt werden.

Allerdings ist die Pflanze in allen Teilen stark giftig. Besonders in Gärten, in denen kleine Kinder oder Haustiere spielen, sollte dies bei der Pflanzenauswahl berücksichtigt werden.

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