Welche Bienenarten gibt es? 

Ein Leben ohne Bienen ist kaum vorstellbar, nicht nur für uns Menschen, sondern auch für das gesamte Ökosystem. Das liegt daran, dass es ohne die Bienen vieles nicht geben würde. Allerdings denkt man bei dem Thema Bienen oftmals nur an die Honigbienen. Was viele Menschen nicht wissen, ist das es über 21.000 Bienenarten weltweit gibt!

 

Von der Honigbiene beim Imker bis hin zu den Sandbienen im Garten, sind auch in Deutschland viele dieser Arten vertreten. Und diese wunderbaren, kleinen Insekten können nicht nur im Bienenstock, sondern auch in freier Wildbahn leben. Und auch hier gilt, dass Honigbienen sowie Wildbienen eine große Rolle in der Natur spielen und dem Menschen erhebliche Vorteile bringen.

Wo liegt der Unterschied zwischen Honigbienen und Wildbienen?

 

Allgemeine Fakten:

  • Bienen in der Natur leben fast auf der ganzen Welt. Darüber hinaus können sie sich in Aussehen und Abmessungen erheblich unterscheiden. Es ist bekannt, dass die größte Art in Indonesien lebt, hier erreicht das Insekt eine Länge von 39 Millimetern.
  • Es gibt ungefähr 21.000 Bienenarten in der Natur. Etwa die Hälfte von ihnen wird von Menschen gezähmt.
  • Wildbienen leben normalerweise außerhalb der menschlichen Behausung, können sich aber in Gemüsegärten oder Obstgärten einnisten. In diesem Fall kann ein Treffen mit ihnen für Menschen beim falschen Umgang auch gefährlich sein.

Unterschiede zwischen den Bienenarten:

1. Honigbienen

Honigbienen sind für uns Menschen nicht nur aufgrund des Honigs den sie produzieren von enormer Bedeutung, sie sorgen durch die Bestäubung dafür, dass wir diverse Lebensmittel erhalten und die Erde blüht. Aber was macht die Honigbiene aus? Und was muss man über sie wissen?

 

Die durchschnittliche Größe einer Honigbiene liegt im Durchschnitt bei 11-13mm. Ihre Farbe ist verhältnismäßig hell und wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie einen Schutzpanzer auf der Brust. Auf der Rückseite sind schwarze und gelbe Streifen deutlich sichtbar. Die Beine sind breit und flach. Die kleinen Pfoten haben Haare, mit denen sie die Pollen sammeln. Die Augen sind so positioniert, dass der Betrachtungswinkel maximal ist und sie alles im Blick haben. Das Besondere hierbei ist, dass Insekten nicht nur gut sehen was sich vor ihnen befindet, sondern auch, was sich an den Seiten und teilweise hinter ihnen befindet.

 

Viele Menschen fürchten sich vor den Honigbienen, weil sie Respekt vor deren Stich haben, aber das ist vollkommen unbegründet. Bienen stechen nur im äußersten Notfall um sich oder ihre Bienenkönigin zu verteidigen, denn nach diesem Stich sterben sie. Sie zählen zu den zahmen Bienenarten, da sie außer der Bienenkönigin nichts zum Verteidigen haben.

Bild Biene auf Blatt
Bild Biene Blüte
Bild Biene Blüte
Honigbienen verfolgen eine klare Ordnung
  1. Eine Königin ist das Oberhaupt, die einzige im Bienenstamm, die sich fortpflanzt – sie legt die Eier in denen die Arbeiterbienen und Drohnen heranwachsen.
  2. Die Arbeiterbienen sind ihr untergeordnet. Auf die Anweisung der Königin hin kümmern sie sich darum, die Jungen aufzuziehen, den Bienenstock zu säubern und aufzuräumen, süßen Nektar und Pollen zu sammeln, sowie verschiedene andere Aufgaben auszuführen.
  3. In jedem Bienenstamm gibt es zudem Drohnen, die für die Befruchtung der Bienenkönigin zuständig sind.

Obwohl einige Wildbienenarten ähnlich organisiert sind, gibt es dennoch einige der Arten, die nach anderen Regeln leben.

Welche Arten an Honigbienen gibt es?

Es gibt nur neun verschiedene Honigbienenarten (Apis) auf der Welt. Sechs von ihnen stammen aus den Tropen. Die östliche Honigbiene Apis cerana stammt aus Asien. Die in Europa und Afrika heimische Art ist Apis mellifera. Sie bildet viele Unterarten, die sich leicht miteinander kreuzen lassen. Apis mellifera hat sich durch die Imkerei auf der ganzen Welt verbreitet.

 

In Deutschland wurde die einheimische Unterart der Apis mellifera, die dunkle Biene (Apis mellifera mellifera), weitgehend durch die kärntische Biene (Apis mellifera carnica) und die Buckfast-Biene (Apis mellifera buckfast) ersetzt. Der Grund dafür sind Zuchtinterventionen von Imkern. Bis heute haben sich die Imker das Ziel gesetzt, vor allem sparsam und produktionssteigernd zu züchten.

Ungewöhnliche Fakten über Honigbienen
  1. Um sich miteinander zu verständigen tanzen Bienen
  2. Bienen zittern sich im Winter warm, um die Bienenkönigin vor der Kälte zu schützen
  3. Wenn Bienen unfreiwillig im Wasser gelandet sind, surfen sie
  4. Bienen können im Sommer betrunken werden, wenn sich in den Pollen aufgrund der hohen Temperaturen Alkohol bildet
  5. Bienen besitzen zwei verschiedene Augenarten
  6. Bienen können kein Rot sehen

2. Wildbienen

Neben den Honig- oder Hausbienen sowie den Hummeln bestäuben auch die Wildbienen (Apidae) unsere Pflanzen und versorgen damit die Erde. Von diesen Wildbienen hört man allerdings selten etwas und auch ihre Aufgabe in der Natur scheint unklar. Dabei ähneln sich all diese Bienenarten in einigen Punkten und auf keine sollte verzichtet werden.

 

Wildbienen unterscheiden sich von den Honigbienen natürlich auch in einigen gewissen Aspekten. Neben dem Aussehen spielt hier auch deren Lebensweise und Besonderheiten eine große Rolle.

 

Wenn man sich den Körperbau und die Funktion in der Natur anschaut, sieht man viele Parallelen. Beide Bestäuberinsekten sind ungefähr gleich groß, allerdings sind die Wildbienen pelziger und weisen mehr Pelz und feine Haare auf.

 

Auch ihre Lebensweise unterscheidet sich drastisch von dem der Honigbienen. Während Honigbienen in ihrer Wabe mit vielen Arbeitskollegen leben, bevorzugen die meisten Wildbienen ein Leben allein und als Einzelgänger. Wobei dies nicht auf alle Arten zu trifft. Es gibt über 600 Wildbienenarten und einige von ihnen, leben wie Honigbienen in einem Stamm.

Die Gemeinschaftsorganisation bei Wildbienen kann in folgende Typen unterteilt werden:
  1. Bei sozialen Bienen ist die Familie organisiert und jedes Insekt in ihr erfüllt bestimmte Funktionen. Gleichzeitig unterscheiden sie sich von den häuslichen Funktionen in folgenden Punkten: Sie haben eine stärkere Immunität, eine hohe Aktivität und Arbeitsfähigkeit, eine geringere Größe, eine stärkere Haarigkeit und ein hohes Maß an Aggression.
  2. Andere Wildbienen leben wiederum in kleinen Kolonien. Normalerweise sind nicht mehr als 12 Arbeiter in einer Kolonie. Hier unterscheidet sich die Bienenkönigin vom Rest der Bienen (in ihrer Größe).
  3. Es gibt alleinstehende Bienen. Diese Arten erzeugen kein Wachs und produzieren keinen Honig. Sie bevorzugen das Leben als Einzelgänger

Darüber hinaus gibt es Arten, die einen parasitären Lebensstil verfolgen. Sie legen Eier in fremde Kolonien, weil sie sie diese nicht selbst aufziehen können.

Wo und wie organisieren Wildbienen ihre Behausung?

Die Wildbienen sind gut an das Leben in freier Wildbahn angepasst. Als Lebensräume dienen ihnen zum Beispiel sandige Bodenstellen und Flächen, Abbruchkanten, morsches Totholz, Trockenmauern, Markstängel von Pflanzen und andere Orte. Dabei bevorzugen sie sonnige und trockene Plätze. Sobald sie einen geeigneten Platz gefunden haben, bedecken sie ihn von innen mit Propolis und beginnen, eine Wabe zu bilden. Dort beginnen sie dann ihre Nahrung zu lagern und zu nisten. In diesen Waben überwintern die Wildbienen dann auch.

 

Der Schutz dieser Nistplätze sollte uns Menschen von enormer Wichtigkeit sein, denn ohne die Wildbienen gäbe es viele Pflanzen nicht mehr.

Welche Bienenarten gibt es?

In Deutschland gibt es über 600 Wildbienenarten. Die meisten dieser Wildtiere leben als Einzeltiere. Daher werden sie auch als Einsiedlerbienen oder Einzelbienen bezeichnet. Mehr als 400 Arten bauen ihre eigenen Nester, 135 Arten parasitieren andere Wildbienenarten und retten ihr eigenes Nest. 75 Prozent aller Wildbienenarten nisten im Boden, der Rest gräbt Löcher in den Wald oder sucht nach Pflanzenstängeln. Einige Hummeln benutzen Baumhöhlen, um sich dort niederzulassen, und eine Holzbiene bohrt ihre eigenen Löcher in totes Holz.

 

Ein paar Beispiele dazu:

  • Garten-Wollbiene
  • Gewöhnliche Zwerg-Blutbiene
  • Juni-Langhornbiene
  • Gemeine Pelzbiene
  • Große Glockenblumen-Scherenbiene
  • Buckel-Seidenbiene
  • Gehörnte Mauerbiene
  • Rostrote Mauerbiene
  • Bunte Blattschneiderbiene
  • Dunkelgrüne Schmalbiene
  • Rainfarn-Maskenbiene
  • Schuppenhaarige Kegelbiene
  • Dunkelfransige Hosenbiene
  • Stumpfzähnige Zottelbiene
  • Rotfühler-Wespenbiene
  • Wald-Schenkelbiene
  • Familienorganisation
Bild Biene auf Blume
Bild 2 Bienen
Bild Biene auf Blume
Bild 2 Bienen
Bienen Gesundheit

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.