Wie verhalten sich Bienen bei Unwetter?

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Wie verhalten sich Bienen bei Unwetter?

Wenn sich schlechtes Wetter ankündigt, reagieren Bienen meist sehr schnell. Bei Regen, starkem Wind oder Kälte verringern sie ihre Ausflüge auf das Minimum oder bleiben die ganze Zeit über im Stock. Das bedeutet: Die Wetterbedingungen wirken als äußere Reize und beeinflussen aktiv das Verhalten von Bienen.

 

Vor allem diese Faktoren bestimmen, wie aktiv die Bienen beim Flug sind:

  • Niederschlag
  • Wind
  • Temperatur
  • Sonneneinstrahlung
  • Luftfeuchtigkeit

 

Regen ist für Bienen besonders ungünstig. Die Tiere sind zwar klein und leicht, aber Regentropfen und feuchte Luft erschweren das Fliegen und machen es deutlich anstrengender. Sobald die Bedingungen schlechter werden, brechen viele Bienen ihre Sammelflüge ab oder starten gar nicht erst.

 

Besonders bei Unwetter beeinträchtigen schlechte Sichtverhältnisse, starke Luftbewegungen und der höhere Energieaufwand ihre Flugfähigkeit. Bienen müssen beim Fliegen sehr präzise arbeiten, und wenn Windböen oder dauerhafter Nieselregen dazukommen, wird das Navigieren schwieriger, deshalb brechen viele Bienen ihren Flug schon vorher ab.

 

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Verhalten vor dem Unwetter

Bienen reagieren häufig schon dann, wenn das Wetter noch nicht vollständig umgeschlagen ist. Sie nehmen Veränderungen in ihrer Umgebung wahr und reduzieren ihre Aktivität rechtzeitig. Dieser Schutzmechanismus hilft ihnen dabei, nicht mitten in ein Gewitter oder einen Regenschauer zu geraten.

 

Typisch ist dabei:

  • weniger Ausflüge aus dem Stock
  • kürzere Sammelflüge
  • früheres Zurückkehren ins Nest
  • vermehrtes Verharren in geschützten Bereichen

Im Stock

Während draußen das Wetter ungemütlich wird, läuft im Stock das Leben weiter. Dort halten die Bienen die Temperatur im Inneren stabil, versorgen den Nachwuchs und verbrauchen ihre Vorräte. Besonders wichtig ist in dieser Zeit die Organisation im Bienenvolk. Die Tiere müssen ihre Energie gezielt einsetzen, denn wenn draußen kein Sammelflug möglich ist, kommen keine neuen Vorräte hinein.

 

Dauerregen oder anhaltend schlechtes Wetter können deshalb zu einem echten Problem werden. Wenn mehrere Tage lang kaum Nahrung gesammelt wird, reduzieren sich die Futterreserven im Stock und im Extremfall kann das Volk für längere Zeit geschwächt werden.

Plötzlicher Regen

Nicht jede Biene schafft es rechtzeitig zurück. Wird sie von Regen oder starkem Wind überrascht, sucht sie möglichst schnell einen trockenen Platz, an welchem sie vor dem Wetter geschützt ist.

 

Geeignete Rückzugsorte sind oft:

  • unter Blättern
  • in Blüten
  • an geschützten Stellen an Pflanzen
  • unter kleinen Vorsprüngen oder trockenen Unterständen

 

Solche Zwischenstopps sind nur vorübergehend, aber sie können entscheidend sein, damit die Biene nicht auskühlt oder keine weitere Kraft verliert. Gerade kleine Insekten reagieren empfindlich auf Kälte und Feuchtigkeit, weshalb ein kurzer Schutzplatz oft schon ausreicht, bis das Unwetter nachlässt.

Wind, Kälte und Gewitter

Nicht nur Regen stellt Bienen vor eine Herausforderung. Auch Wind und Kälte wirken sich stark auf das Verhalten der Bienen aus. Bei stärkerem Wind müssen sie mehr Kraft aufwenden, um ihre Flugbahn zu halten, und bei niedrigen Temperaturen sinkt ihre Flugbereitschaft deutlich.

 

Gewitter bringen zusätzlich unruhige Luftverhältnisse mit sich. Für Bienen bedeutet das eine Kombination aus mehreren Belastungen: schlechte Sicht, wechselnde Luftströmungen, Nässe und oft auch ein plötzlicher Temperaturabfall. In so einer Lage ist es für sie deutlich sicherer, im Stock zu bleiben.

Beobachtbares Verhalten

Wer Bienen bei wechselhaftem Wetter beobachtet, erkennt oft ziemlich klar, dass sie ihre Aktivität sehr bewusst herunterfahren.

 

Typische Beobachtungen sind:

  • weniger Verkehr am Flugloch
  • ruhigeres Verhalten am Stock Eingang
  • kaum Sammelbienen draußen
  • mehr Bewegung im Inneren des Stockes als außerhalb

 

Sie nutzen das schlechte Wetter, um Energie zu sparen und das Volk so stabil wie möglich zu halten. Wenn draußen wieder sonniges, trockenes Wetter herrscht, nimmt die Aktivität meist schnell wieder zu. Dann starten die Sammelflüge erneut, und die Bienen holen nach, was während des Unwetters liegen geblieben ist.

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