Von der Blüte zum Honig – Wie sammeln Bienen Nektar und Pollen und wie entsteht daraus Honig?

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Von der Blüte zum Honig – Wie sammeln Bienen Nektar und Pollen und wie entsteht daraus Honig?

Von Frühjahr bis Herbst sammeln die fleißigen Bienen zur eigenen Ernährung und zur Ernährung des Bienenvolkes Pollen und Nektar. Dies stellt die natürliche Nahrungsgrundlage für die sozial lebenden Tiere dar.

 

Bienen fliegen von Blüte zu Blüte und sind hierbei blütenstet. Das bedeutet, dass sie während ihres Ausflugs nur Blüten derselben Pflanzenart besuchen. Angelockt werden die Bienen durch Blütenfarbe und -duft. Beim Sammeln saugen die Bienen mit ihren langen Rüsseln den Nektar in ihren Honigmagen (Honigblase). Der Nektar ist eine zuckerhaltige Flüssigkeit, die Bienen und anderen Insekten als Energielieferant dient. Während die Biene den Nektar sammelt, löst sie mit ihrem Körper den Pollen aus den Staubblättern der Pflanze, der an ihr hängen bleibt. Gelangt ein Teil dieses Pollens dann beim Besuch der nächsten Pflanze auf deren Narbe, wird diese bestäubt.

 

An ihren Hinterbeinen besitzt die Biene die sogenannte Pollenbürste. Mit diesen kann sie den Pollen, der an ihrem Körperhaar hängen geblieben ist, in die sogenannten Pollenkörbchen an den Hinterbeinen aufnehmen. Während des Auskämmens des Pollens und der Aufnahme an den Hinterbeinen wird dem Pollen etwas Nektar aus dem Honigmagen und Speichel beigemischt, damit dieser haftende Eigenschaften erhält. Es entstehen sogenannte Pollenhöschen. Die Pollenhöschen sind in den meisten Fällen gelblich gefärbt. Der Farbton kann jedoch in Abhängigkeit von der besuchten Blüte bzw. Pflanze variieren.

Honigernte

Sind die Pollenkörbchen voll, geht es zurück in den Bienenstock. Dort wird der Pollen an die Arbeiterbienen übergeben. Ab hier wird der Pollen nun Bienenbrot genannt. Das Bienenbrot dient zur Ernährung des Bienenvolkes. Der Überschuss an Bienenbrot wird mit Speichelsekret vermengt, um diesen haltbar zu machen. Das mit Speichel zersetzte Bienenbrot wird in Wabenzellen in die Nähe des Brutnestes eingelagert.

 

Der Nektar wird im Bienenstock von Arbeiterbiene zu Arbeiterbiene gegeben. Hierbei werden dem Nektar Drüsensekrete mit Enzymen und keimtötenden Inhaltsstoffen zugesetzt. Der dadurch entstandene halb reife Honig wird unverdeckelt in den Zellen getrocknet. Dadurch wird er haltbar gemacht. Nach diesem Prozess wird der Honig in Lagerzellen gebracht. Dort sorgen fächelnde Bienen dafür, dass weiteres Wasser verdunstet. Sobald der eingedickte Honig weniger als ein Fünftel Wasser enthält, werden die Zellen mit einem dünnen Wachsdeckel verschlossen.

FAQ

Woraus besteht Nektar?

Nektar bildet die Grundlage für die Herstellung von Honig. In ihm enthalten sind neben Wasser unter anderem geringe Mengen an Proteinen, Vitaminen und Aminosäuren. Hauptsächlich besteht der Nektar aus Fructose, Glucose und Saccharose. Diese Zucker entstehen durch die Photosynthese. Sie dienen als Energielieferanten für Bienen und andere Insekten, welche Pflanzen bestäuben und erlauben damit eine hohe Flugaktivität.

Woraus besteht der Pollen?

Der Pollen besteht aus einer Vielzahl an Pollenkörnern. Er enthält wichtige Stoffe für einen gesunden Nachwuchs und zum Schutz des Bienenvolkes vor Keimen. So sind im Pollen unter anderem Aminosäuren, Kohlenhydrate, Proteine, Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Er enthält das männliche Erbgut der Blütenpflanze und dient zur Vermehrung der Pflanze. Den weiblichen Teil der Pflanze bildet das Fruchtblatt, welches den Samen der Pflanze enthält.

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