Blühwiesen 

Blühwiesen voller bunter Blüten und Wildkräuter sind für Bienen, insbesondere für Wildbienen, eine wichtige Nahrungsquelle. Außerdem finden sie dort bei guter Pflege auch Baumaterial und Brutrefugien für ihren Nachwuchs. Aber auch für andere Insekten, Vögel und Kleinsäuger sind Blühwiesen ein willkommener Lebensraum. Nicht zuletzt sind sie ein wunderschöner Anblick für uns Menschen und lassen uns die Früchte unserer Arbeit genießen.

Wie, wann und wo legt man eine Blühwiese an?

Für das Anlegen einer Blühwiese gilt es verschiedene Aspekte zu beachten:
 

Der Boden

Der Boden der Blühwiese sollte lehmig-sandig und möglichst nährstoffarm sein. Da dies in vielen Gärten nicht der Fall ist, kann der Boden beispielsweise durch die Einarbeitung von Sand gelockert werden. Außerdem empfiehlt es sich, eine sonnige Fläche zu wählen.

Ungefähr vier bis sechs Wochen bevor das Saatgut eingesät werden kann, sollte der Boden unbedingt von Unkraut befreit werden, damit dieses die Blumen nicht verdrängt. Um der Vermehrung von Unkrautsamen entgegenzuwirken, wird dazu der Boden zweimal im Abstand von zwei bis drei Wochen komplett umgegraben. Dabei können Gartengeräte wie beispielsweise Gartenhacke und Harke von Hilfe sein. Tiefer als 20cm sollte der Boden jedoch nicht bearbeitet werden.
 

Das Saatgut

Bei der Auswahl des Saatguts ist es wichtig darauf zu achten, dass es sich um regional-heimisches (=autochthones) Saatgut handelt. Nicht nur für das erfolgreiche Anlegen der Blühwiese ist dieser Aspekt von zentraler Bedeutung, sondern auch für die Bienen und anderen Insekten vor Ort. Diese fliegen ortsfremde Blumen meist gar nicht erst an, da sie Blüten bevorzugen, die ihnen bekannt sind.
Für Wildbienen sind unter anderem folgende Wildblumen besonders wichtig: Flockenblume, Kratzdistel, Malve, Glockenblume, Dost, Kornblume, Wegwarte, Wilde Möhre, Schafgarbe, Natternkopf, Zaunwicke, Wilde Karde.

Deutschland ist in 22 Saatgut-Zonen eingeteilt – daran sollte man sich dringend orientieren und die passende Mischung auswählen. Nach der Vorbereitung des Bodens und der Auswahl des Saatguts wird dieses eingesät. Hilfreich ist dabei das Vermischen mit etwas hellem und trockenem Sand. Danach fällt es im Optimalfall auf einen feinkrümligen Boden und wird anschließend angewalzt oder angestampft damit Bodenhaftung entsteht. Im Allgemeinen ist der richtige Zeitpunkt für die Saat zwischen März und Mai oder im September, aber die Hinweise der Saatgut-Hersteller sollten in jedem Fall berücksichtigt werden.

Die Pflege

Nach der Aussaat sollte der Boden anfangs (ca. zwei Wochen lang) regelmäßig gewässert werden, beispielsweise mit einem Rasensprenger. Sobald die Pflanzen sich verwurzelt haben, ist weiteres wässern nicht mehr notwendig und die Fläche sollte nicht mehr betreten werden. Von Dünger ist in jedem Fall abzuraten, da dieser den Boden verändert und die Blumen damit meist nicht gut umgehen können.

Damit man langfristig etwas von der Blühwiese hat, sollte sie ein- bis zweimal im Jahr mit einer Sense gemäht werden. Wichtig: In keinem Fall sollte die gesamte Fläche auf einmal gemäht werden! Denn wenn sich in der Nähe keine anderen Blühwiesen befinden, würde plötzlich die gesamte Pollen- und Nektarquelle für die Insekten verschwinden. Deshalb sollte zuerst die erste Hälfte der Blühwiese gemäht werden und ca. sechs Wochen später die zweite Hälfte. Außerdem sollten rund 10% der Fläche über einen längeren Zeitraum hinweg gar nicht gemäht werden, da viele Wildbienen Stängelbrütler sind und dort ihre Eier ablegen.

Bienen Gesundheit

In unserem Wissensmagazin zur Bienen Gesundheit findet ihr spannende und informative Beiträge aus der Welt unserer Lieblingsbienen.
 
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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.