Ablauf der Honigernte 

Bei einem gelungenen Ablauf der Honigernte können sich Imker über einen Honigertrag von bis zu 20 Kilogramm freuen. Der richtige Zeitpunkt für die Honigernte ist nicht klar definiert, einige Imker nehmen auch zwei Honigernten vor. Wichtig ist jedoch, dass sie spätestens Ende Juli/Anfang August und damit vor der Varroabehandlung mit Ameisensäure erfolgt.
 
Doch wie genau sieht eigentlich der Ablauf der Honigernte aus?

1. Vorbereitung

In Vorbereitung auf die Honigernte müssen alle Arbeitsgeräte und die Arbeitskleidung gründlich gereinigt werden, da Imker und Honig bei der Ernte der Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) unterliegen.
 
Da die Honigwaben für die Ernte bienenfrei sein müssen, kann am Vortag auf ein Hilfsmittel zurückgegriffen werden: die Bienenflucht. Diese sorgt dafür, dass die Bienen nur aus dem Honigraum herausfliegen können, aber nicht zurück hinein gelangen. Die Bienenflucht ist allerdings kein Garant für bienenfreie Honigwaben, denn manchmal verbleiben einige Bienen in den Honigräumen.

2. Entnahme der Honigwaben

Die Honigwaben müssen für die Ernte komplett bienenfrei sein, deshalb werden die auf den Honigwaben verbliebenen Bienen abgekehrt. Die Waben werden einzeln aus den Bienenstöcken entnommen und nach der Entfernung der Bienen sofort in eine bereitstehende Leerzarge gehängt und entdeckelt. Nach der Entnahme werden die Honigwaben zum Verarbeitungsraum transportiert.

3. Entdeckeln

Um die verdeckelten Waben zu öffnen, werden sie mit Hilfe von Entdeckelungsgeschirr (z.B. Entdeckelungsgabeln) von Wachs befreit.

4. Schleudern

Die entdeckelten Honigwaben werden anschließend hochkant in eine Honigschleuder gestellt. Dort werden sie zu Beginn bei niedriger Umdrehungszahl geschleudert, um ein Brechen der Waben zu vermeiden. Durch die Zentrifugalkraft der Honigschleuder löst sich der Honig aus den Waben und wird an die Trommelwand geschleudert. Die Waben werden mehrmals gewendet, um auch den innen sitzenden Honig lösen zu können.

5. Sieben

Der Honig läuft an der Trommelwand herunter und fließt über den Honighahn durch ein Spitzsieb in den Auffangkübel, auch “Hobbock” genannt. Das Sieb dient dem Zweck, Wachsreste aus dem Honig herauszufiltern.

6. Reifeprozess

Sobald der Hobbock voll ist, wird er luftdicht verschlossen. In den ersten Tagen bildet der Honig noch eine Art Schaumschicht, die aus Wachs und Pollenresten besteht. Diese wird mit einem Schaber entfernt.
Anschließend ruht der Honig für mehrere Wochen, bis der Kristallisationsprozess beginnt. Diesen erkennt man daran, dass der Honig Aussehen und Farbe verändert und immer fester wird. Zu dem Zeitpunkt muss der Honig gerührt werden, damit er nicht hart wird, sondern seine weiche Konsistenz erhält.

7. Abfüllen

Zu guter Letzt wird der Honig in luftdicht verschlossene Gläser abgefüllt. So behält er jahrelang seine Qualität.

Bienen Gesundheit

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.