Wesensgemäße Bienenhaltung: einfach und natürlich 

Es gibt verschiedene Arten der Bienenhaltung, die unter Imkern und Bienenfreunden mehr oder weniger verbreitet sind. Eine davon ist die wesensgemäße Bienenhaltung. Doch was genau ist eigentlich wesensgemäße Bienenhaltung?
 
Wir haben einen Bienenfreund gefragt, der sich selbst intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Christoph Pflug gibt uns ein paar Einblicke in die verschiedenen Aspekte der einfachen und natürlichen Bienenhaltung. Er sagt jedoch selbst, es sei ein Thema, bei dem “sich selbst gestandene Wissenschaftler nicht immer einig sind”, da es so komplex und schwierig sei. Selbst zu scheinbar einfachen und kurzen Fragen könne man “drei Romane schreiben”.

Was ist der Ursprung der Bienenhaltung?

“Es gibt verschiedene Betriebsweisen der Imkerei. Jede hat Vor- und Nachteile für die Bienen und den Imker. Aber jeder Imker liebt seine Bienen und möchte auch nur das Beste für seine Bienen.
 
Die Symbiose zwischen den Bienen und der Pflanzenwelt gibt es seit Millionen von Jahren.
Seit dem der Mensch auf der Welt ist, ist er sicherlich von der Biene fasziniert. Denn dem süßen Honig von den Bienen kann kaum einer widerstehen.
 
Somit haben vermutlich Menschen schon vor vielen 1000 Jahren begonnen, die Biene als Nutztier zu beherbergen. Damit begann vielleicht der erste Eingriff in die Natur der Biene durch den Menschen. Über die Jahre wurde die Biene immer weiter nach den Vorstellungen des Menschen vermehrt und gezüchtet.”

Wie sieht die Bienenhaltung heutzutage aus?

“Heute haben wir eine Honigbiene die sehr friedlich und leistungsstark ist und das ist auch gut so.
Das Ganze hat natürlich auch eine Schattenseite. Unsere Bienen sind leider nicht so widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse, wie wir es gerne hätten. Es sind Krankheiten, Parasiten und Pestizide, die unseren Bienen zu schaffen machen. Seit Jahren streiten sich Wissenschaftler darüber, welche Faktoren daran Schuld sind.”

Welche Faktoren denken Sie sind Schuld an dieser Situation?

“Ich denke, es liegt nicht nur an den Parasiten, den Pestiziden oder anderen Umwelteinflüssen. Es ist der Cocktail aus allem. Heute überlebt kaum ein Volk ohne die Hilfe des Imkers.
Es ist somit auch eine Symbiose zwischen den Imkern und den Bienen entstanden.”

Was ist also ihr Ansatz für die Bienenhaltung?

“Ich möchte meine Bienen so naturnah halten wie es geht. Somit überlege ich immer, wie ein Bienenvolk in der freien Natur leben würde. Welche Bedingungen dort gegeben sind, ob und wie ich diese nachahmen kann.

Man kann einiges versuchen nachzuahmen. Manches sehr einfach, einiges schwer und anderes wiederum gar unmöglich.”

Was lässt sich schwer umsetzen?

“Bienen leben in der Natur überwiegend in Baumhöhlen. Die Nachbildung dieses Habitats ist sehr schwer bis nicht möglich. Bienenvölker stehen oftmals auf Beutenböcken oder Paletten.
In der Natur würden sich Bienen wohl kaum so nah am Erdboden ansiedeln.
Aber Imkern in luftiger Höhe von vielleicht 2-10 Metern ist sehr schwer umzusetzen.”

Und wie sieht es bei dem Schwarmtrieb aus?

“Den Bienen die natürliche Vermehrung gewähren lassen. Bienen schwärmen lassen.
In unseren dicht besiedelten Gebieten ist das leider schwer umzusetzen. Die Nachbarn werden sich sehr freuen, wenn jedes Jahr Schwärme durch die Gegend fliegen, die sich unter der Dachrinne niederlassen, den Gartentisch in Beschlag nehmen oder sich ein neues Zuhause im Spielhaus der Kinder suchen. Den Stress möchte ich meinen Nachbarn, den Bienen und mir nicht zumuten.
 
Als Imker kann man dann einen Kompromiss eingehen, in dem man zum richtigen Zeitpunkt eine Schwarmvorwegnahme durchführt. Es ist okay, aber das natürliche Schwärmen ist etwas ganz anderes.
Für gut befinde ich die dadurch entstehende Brutpause.”

Was lässt sich gut umsetzen?

“Meine Bienen dürfen zum Beispiel in den Rähmchen ihr Wabenwerk selber errichten. Durch den Naturwabenbau sind die Bienen auch nicht an die konventionellen Zellengrößen gezwungen. Somit schneide ich keine Drohnen zur Varroareduzierung heraus. Das Bienenvolk soll seine Drohnen aufziehen können, wo sie möchten und wie viel sie möchten.
 
Ein weiterer großer Vorteil des Naturwabenbaues ist der hohe Reinheitsgrad des Wachses.
Der Standort der Bienen sollte möglichst im Halbschatten liegen. Die Volksentwicklung im Frühjahr findet ohne Reizfütterung statt.
Bei der Menge des Winterfutters strebe ich an, dass die Bienen auf mindestens 50% selbst gesammeltem Honig überwintern.”

Bienen Gesundheit

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.