Besondere Aufmerksamkeit bei der Bestimmung des natürlichen Totenfalls von Varroa destructor erforderlich 

In einer sehr interessanten Originalarbeit machen die Autoren Frau Dr. Emmerich (Veterinärmedizinische Fakultät der Universität Leipzig) und Herr Christian (Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz) darauf aufmerksam, dass es bei der routinemäßigen Kontrolle im Gemüll von Bienenvölkern verstärkt darauf ankommt, neben dem Vorkommen von Varroa destructor auch auf andere Milbenarten zu achten, die für die Bienen eine Gefahr darstellen können.
 
Dies betrifft besonders die Tropilaelaps – Milben. Diese Art schädigt insbesondere die Bienenbrut und unterliegt bei Apis mellifera der Anzeigepflicht. In Ihrer Zusammenfassung führen die Autoren aus: „ Trotz des hohen Einschleppungsrisikos ist diese Tierseuche noch nicht in Europa präsent. Um eine Einschleppung und Verbreitung zu verhindern, müssen Milben in Tropilaelaps- Größe im Gemüll oder in der verdeckelten Brut erkannt und unverzüglich identifiziert werden.“
 
Im berichteten Fall wurde eine weitere Milbenart im Gemüll der Westlichen Honigbiene festgestellt, die ein Verwechslungspotenzial zu Tropilaelaps spp. besitzt und als Parasitellus fucorum identifiziert.
 
Interessierte Imker werden mit diesem Artikel motiviert, bei der Kontrolle des Milbenbefalls in ihren Völkern auch auf ungewöhnliche Milbenarten zu achten. Eine im Artikel zusammengestellte Tabelle zu Merkmalen der in Deutschland bei Apis mellifera differentialdiagnostisch zu Varroa destructor zu beachtenden Milbenarten und aussagekräftige Abbildungen sind dafür eine gute Grundlage.
 
Ausgehend von der Tatsache, dass eine Ausrottung der Tropilaelaps -Milben unmöglich ist, wenn sie sich einmal etabliert hat, wird die Bedeutung atypische Milben so früh wie möglich zu entdecken noch einmal deutlich. Folgen Sie auch dem hier aufgeführten Link, um mehr zu erfahren:
https://www.fli.de/fileadmin/FLI/Publikationen/Flyer/Flyer_Tropilaelaps.pdf

 

Originalarbeit
Ilka Ute Emmerich, Axel Christian:
Parasitellus fucorum im Gemüll von Apis mellifera – Gefahr der Verwechslung mit Tropilaelaps spp.
Parasitellus fucorum in the debris of Apis mellifera – a risk of confusion with Tropilaelaps spp.
Tierärztl. Prax. Ausg. G Grosstiere Nutztiere 2021 49: 60-64
(DOI https://doi.org/ 10.1055/a- 1320- 9289)

Bienen Gesundheit

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.