Was zieht Hornissen an? – Nahrung und Lebensraum

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Was zieht Hornissen an? – Nahrung und Lebensraum

Bienen, Wespen und andere Insekten können im Garten oder im Haus durch süße Speisen und Getränke angelockt werden. Hornissen hingegen bevorzugen diese Insekten selbst, um die Brut mit tierischen Proteinen zu füttern. Als ausgewachsenes Tier hingegen ernähren sie sich von pflanzlichen Säften (Nektar, Honigtau) sowie Fallobst. Aus diesem Grund ziehen potenzielle Nahrungsquellen die Hornissen an oder für das Nest stehen optimale Bedingungen bereit.

Nahaufnahme von einer Hornisse, die auf einer Pflanzenknospe sitzt.

Es gibt genügend Nahrung für Hornissen

Die von Natur aus friedlichen Hornissen entwickeln sich wie ihre Verwandten vom Ei über die Larve bis hin zum erwachsenen Tier. Für die Hornissenbrut steht sehr viel Eiweiß auf dem Speiseplan, das von den Arbeiterinnen beschafft wird, denn die tierischen Proteine sind wichtig für die Entwicklung der Hornissenlarven. Bei den voll entwickelten Hornissen reichen die pflanzlichen Futterquellen aus.

 

Wenn es im bienenfreundlichen Garten oder auf der wild blühenden Grünfläche ausreichend Nahrung für Bienen und weitere Nützlinge gibt, lockt es auch die weiblichen Hornissen an und sie jagen für die Nachkommen Insekten aller Art. Wachsen auf dem Grundstück viele Obstbäume oder Obstreste liegen offen herum, zieht der Duft die Hornissen an. In diesem Fall ist es ratsam, das ganze Fallobst aufzusammeln und dort hinzulegen, wo niemand die Hornissen stören kann. Somit vermeidet man Hornissenstiche.

Ein optimaler Lebensraum für Hornissen

Leider verringert sich der natürliche Lebensraum der Hornissen, der häufig aus taghellen Altbaumbeständen und Waldrändern mit bevorzugter Wassernähe besteht. Daher suchen die Hornissen nach neuen Nistplätzen, obwohl diese sich oft in den menschlichen Siedlungsbereichen befinden. Hornissenfreundliche Plätze sind zum Beispiel alte Schuppen, Holzbereiche an Terrassen/Balkonen oder Nischen an Dachböden.

 

Ist ein idealer Nistplatz gefunden, bauen Hornissen ihr Nest auf und leben fortan in diesem Bereich. Denn nur so kann der soziale Hornissenstaat existieren und sich vor Gefahren wie Unwetter oder Feinden schützen.

Wichtig ist: Ein Hornissennest im Garten oder im Haus darf nicht ohne eine Genehmigung entfernt oder vernichtet werden. Sie sind freundlicher als Wespen und greifen nur an, wenn das Nest in Gefahr ist. Deshalb sollte man sich immer ruhig verhalten.

Nahaufnahme einer Hornisse in einem Hohlraum einer Baums.

FAQ

Warum sind Hornissen wichtig?

Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und andere Insektenarten gelten als Nützlinge im heimischen Garten und sind sehr wichtig für das Ökosystem. Die Hornissen spielen ebenso eine bedeutsame Rolle, indem sie die vielseitigen Insektenpopulationen regulieren und das Gleichgewicht der Natur aufrechterhalten. Da Hornissen auch Bienen jagen, sind sie bei den Imkern nicht beliebt.

Warum stehen Hornissen unter Artenschutz?

In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, stehen Hornissen unter Naturschutz, weil sie zu den bedrohten Insektenarten gehören. Als heimische Hornissenart zählt die Europäische Hornisse, die von der invasiven Asiatischen Hornisse verdrängt wird. Hornissen tragen wie Bienen und andere Nützlinge eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie Schädlinge, also bestimmte Insektenarten, in der Population gezielt kontrollieren.

Darf man ein Hornissennest entfernen?

Die Europäische Hornisse ist eine heimische und bedrohte Art der sozialen Faltenwespe in Deutschland und steht laut dem Bundesnaturschutzgesetz unter Natur- und Artenschutz. Das bedeutet, die Europäische Hornisse und ihr Nest dürfen nicht vernichtet werden. Es ist strafbar und kann zu einer Geldstrafe führen.

Was fressen Hornissen?

Erwachsene Hornissen werden als Insektenjäger oder Insektenräuber bezeichnet, weil sie Insekten aller Art jagen. Die Weibchen fangen ihre Beute mit den kräftigen Werkzeugen am Kiefer und bringen sie zum Hornissennest. Allerdings dienen die Insekten nicht als Nahrung für die ausgewachsenen Hornissen, sondern für den Nachwuchs. Hierbei zerkauen die Arbeiterinnen die Beute und füttern damit die Hornissenlarven im Nest. Die ausgewachsenen Hornissen ernähren sich ausschließlich pflanzlich und bevorzugen verschiedene Pflanzensäfte oder reifes Fallobst.

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