Käfer und ihre Funktion in der Natur

Im Gegensatz zu vielen anderen Tierarten findet man Käfer fast überall auf der ganzen Welt. Der einzige Kontinent ohne Käfer ist die Antarktis. Weltweit wurden bisher mehr als 350.000 Käferarten entdeckt – und es kommen immer wieder neue Arten hinzu. In Mitteleuropa finden sich davon rund 8.000 Arten und in Deutschland 6.637. Genau wie viele andere Insektenarten sind jedoch auch viele Käfer inzwischen vom Aussterben bedroht. Dabei erfüllen Käfer eine wichtige Funktion in der Natur und haben nur unter bestimmten Voraussetzungen einen negativen Einfluss auf die Umwelt.

Welche Funktion haben Käfer in der Natur?

Die vielen verschiedenen Käferarten erfüllen wichtige Aufgaben in der Natur. So sind beispielsweise Glühwürmchen sehr nützlich, da ihre Larven sich von Schnecken ernähren. Auch Nacktschnecken stehen auf dem Speiseplan, obwohl diese von anderen Tieren meist nicht gefressen werden. Die Larven der Feuerkäfer verspeisen eine inzwischen sehr ungeliebte Käferart: den Borkenkäfer. Und auch Marienkäfer sorgen dafür, dass sich Schädlinge nicht zu sehr verbreiten, da sie im Laufe ihres Lebens bis zu 40.000 Läuse fressen.

Doch diese drei Käferarten sind nur ein Beispiel für die vielfältigen Nahrungsgrundlagen von Käfern. Denn Käfer ernähren sich von fast allen organischen Nahrungsquellen, die ihnen zur Verfügung stehen. So gibt es beispielsweise auch xylobionte Käferarten – diese ernähren sich von Holz. Diese werden häufig als Indikator für den Zustand eines Lebensraums herangezogen, da sie in stark bewirtschafteten Wäldern ohne Totholz und mit kurzen Umtriebszeiten fehlen, in alten, naturnahen Urwäldern mit erhöhtem Totholzanteil jedoch zu finden sind.

 

Zwei weitere wichtige Käferarten sind beispielsweise der Mistkäfer und der Aaskäfer. Diese beiden ernähren sich von Kot bzw. Aas und führen beides wieder dem Nahrungskreislauf zu. 

Wann können Käfer schädlich sein?

Doch auch wenn Käfer in ihrem Ursprung Nützlinge sind, so hat der Einfluss des Menschen einige Arten eine negative Entwicklung entfalten lassen.

 

So wurde beispielsweise Ende des 20. Jahrhunderts der asiatische Marienkäfer in Europa eingeführt. Bereits vorher wurde der europäische Marienkäfer als biologischer Schädlingsbekämpfer eingesetzt. Als man herausfand, dass der asiatische Marienkäfer etwa fünfmal so viel frisst wie der europäische Marienkäfer und sich zudem schneller vermehrt, wollte man diese Vorteile für sich nutzen. Inzwischen ist der asiatische Maikäfer teilweise häufiger anzutreffen als die heimische Art. Zudem isst er neben Läusen auch gerne mal Obst, Gemüse, Getreide oder die Larven anderer Marienkäfer. Das hat negative Konsequenzen für einige Wein- und Obstbauern, die den asiatischen Marienkäfer deshalb inzwischen als Schädling sehen.

Übrigens: Am leichtesten lassen sich der asiatische und der europäische Marienkäfer an der Anzahl von Punkten unterscheiden. Beim europäischen Marienkäfer sind es sieben Punkte, beim asiatischen hingegen sind es 19.

 

Ein anderer Käfer der inzwischen eher als Schädling gilt ist der Borkenkäfer. In einem gesunden Wald erfüllt der Borkenkäfer eigentlich eine wichtige Rolle bei der Zersetzung organischen Materials. Die extreme Vermehrung des Borkenkäfers, begünstigt durch Monokulturen, hat jedoch gefährliche Folgen für die Umwelt. Denn bestimmte Borkenkäferarten wie der Buchdrucker und der Kupferstecher können Bäume so weit schädigen, dass sie absterben.

Insgesamt sorgen der Import ausländischer Käferarten – ob absichtlich oder aus Versehen – sowie der Anbau von Monokulturen dafür, dass einige Käferarten als Schädlinge betrachtet werden. Nichtsdestotrotz sollte nicht vergessen werden, dass im Grunde jeder Käfer eine wichtige Funktion in der Natur erfüllt.

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Ablauf der Honigernte

Ablauf der Honigernte

Bei einem gelungenen Ablauf der Honigernte können sich Imker über einen Honigertrag von bis zu 20 Kilogramm freuen. Der richtige Zeitpunkt für die Honigernte ist nicht klar definiert, einige Imker nehmen auch zwei Honigernten vor.

Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.