Hornissennest im Garten

Im Garten summen und brummen verschiedene Insekten. Insbesondere im Sommer drehen Bienen, Wespen und Hummeln häufig ihre Runden. Auch Hornissen gehören zu den herumfliegenden Brummern. Mit Ausnahme der Wildbienen leben alle genannten Arten sozial in Staaten.
Das heißt: Hornissen bauen sich ein Nest und leben fortan irgendwo im Garten. Im ersten Moment reagieren die meisten Gartenbesitzer panisch und handeln dementsprechend oft falsch. Deshalb sollte man sich ausreichend über die Hornisse informieren.

Wie sieht eine Hornisse aus?

Der Körperbau einer Hornisse ist größer als der einer Wespe. Trotzdem verwechseln viele Menschen die Hornissen mit ihren Verwandten (Bienen, Wespen und Hummeln), weil die Arten zu den Hautflüglern zählen. Anhand ihrer Größe, Form, Farbe und Ernährung sind Hornissen jedoch für das geschulte Auge ziemlich leicht zu erkennen.

Unterschied Insekten

Woran erkennt man ein Hornissennest?

Hornissen siedeln sich vermehrt in der Nähe von Menschen an. Meist legen sie ihr Nest in Bäumen, auf Dachböden oder in Hohlräumen an. Sie bauen ihr Heim aus zerkautem Holz. Das Hornissennest besteht daher aus einer papierartigen Masse.
Im Gegensatz zum Wespennest sieht ein Hornissennest bei einer Volksstärke von 400-700 Tieren viel kleiner aus. Die Hornissen werfen vor der charakteristischen Öffnung ihren Kot ab. Daher sind unter den Nestern Kotstellen zu finden. Zudem besitzt das Nest der Hornissen eine bräunliche Farbe und das Wespennest eher einen gräuliche Ton.

Mit Hornissen richtig umgehen

Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen sind friedliche Tiere. Niemals greifen sie grundlos Menschen an. Falls also Hornissen im Garten leben, sollte man die Ruhe bewahren. Das Nest darf nicht erschüttert oder zerstört werden. Andernfalls stechen sie zu.
Was viele Menschen ebenso falsch machen: nach den Tieren schlagen, egal ob es sich um einen Reflex handelt oder nicht. Zur Sicherheit sollte man Abstand halten und die Flugbahn nicht blockieren.

 

Hinweis: Wer ein Hornissennest im Garten und in der Nähe findet, markiert die Umgebung am besten mit Absperrband und informiert über die Entdeckung.

 

Fühlen sich Menschen in der Nähe von Hornissen unwohl, sollten sie die Interaktion mit den Tieren vermeiden. Kein Kontakt heißt keine Panik. Mit einfachen Methoden ist das Problem schnell gelöst und die Hornissen werden behutsam zurück zum Nest getrieben.

 

  • Befindet sich eine Hornisse in der Wohnung oder im Gartenhaus, sollte man die Fenster weit öffnen. In der Zeit nicht die Hornisse reizen.
  • Hornissen sind nachtaktiv und im Sommer nach dem Sonnenuntergang unterwegs. Das Licht zieht die Hornissen wie anderen Insekten an. Also das Licht möglichst ausschalten.
  • An Fenster und Türen stabile Insektengitter anbringen. So dringt keine Hornisse ein.
  • Mögliche Einfluglöcher in Rollladenkästen oder Verschalungen an Terrasse und Balkon sorgfältig verschließen.
  • Als schonendes Abwehrmittel wirken Zitronenscheiben mit Gewürznelken oder Nelkenöl.
Nester

Nicht eigenmächtig handeln

Kein Mensch darf Hornissen fangen, vertreiben oder töten. Das Gleiche gilt auch für das Nest. Die Tiere sind nach der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) und nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) streng geschützt.

 

Achtung: Wer ein Hornissennest unberechtigt entfernt oder sogar zerstört, riskiert je nach Bundesland ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

 

In jedem Fall braucht man eine Genehmigung der örtlichen Naturschutzbehörde, um das ganze Hornissenvolk umzusiedeln. Spezialkräfte oder oftmals die Feuerwehr übernehmen den Einsatz. In Ausnahmefällen wird ein Kammerjäger beauftragt. Für die Betroffenen kostet das Ganze etwa 200 Euro.

 

Hornissen erweisen sich als nützlich und nicht als schädlich. Auf ihrer Speisekarte stehen Wespen und Fliegen. Insofern reduzieren sie die lästigen Artgenossen. In der Natur sind sie eher schüchtern und vermeiden sogar die Offensive. Also kein Grund zur Angst.

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.