Hornissennest im Garten

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Hornissennest im Garten

Im Garten herrscht reges Summen und Brummen, verursacht von einer Vielzahl von Insekten. Insbesondere im Sommer kann man häufig Bienen, Wespen, Hummeln und sogar Hornissen beobachten. Eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit all dieser Arten besteht darin, dass sie, abgesehen von den Wildbienen, sozial in Staaten leben.

 

Während Bienen, Wespen und Hummeln oft verborgene Nester haben, errichten Hornissen auffällige Nester an verschiedenen Stellen im Garten, was bedeutet, dass sie sich dauerhaft in der Umgebung ansiedeln. Dies kann bei einigen Gartenbesitzern zu Panik und zu unüberlegtem Handeln führen.

 

Hornissen sind faszinierende und wichtige Insekten, die eine bedeutende Rolle im Ökosystem spielen, da sie dazu beitragen, andere Schädlinge wie Fliegen und Wespen unter Kontrolle zu halten. Ihr Stich kann schmerzhaft sein, aber sie greifen in der Regel nur an, wenn sie sich bedroht fühlen. Deshalb ist es ratsam, Ruhe zu bewahren und ihre Nester nicht zu stören.

Wie sehen Hornissen aus?

Hornissen unterscheiden sich deutlich in ihrem Erscheinungsbild von ihren verwandten Insekten wie Bienen, Wespen und Hummeln. Obwohl sie alle zur Gruppe der Hautflügler gehören, zeichnen sich Hornissen durch einen im Vergleich zu den anderen Arten größeren Körperbau aus.

 

Eine typische Hornisse hat einen imposanten Körper, der eine Länge von etwa 2 bis 3 Zentimetern erreichen kann. Ihr Kopf ist groß und auffällig, während ihre Augen meist dunkel und markant sind. Ihre kräftigen Kiefer sind ein weiteres charakteristisches Merkmal.

 

Die Färbung von Hornissen ist in der Regel auffällig und kann je nach Art variieren. Typischerweise weisen sie einen dunklen Körper mit gelben oder orangefarbenen Streifen oder Markierungen auf. Dieses Farbmuster dient auch als Warnung, da es darauf hinweist, dass Hornissen mit ihrem Stachel über eine schmerzhafte Verteidigungsfähigkeit verfügen.

Unterschied Insekten

Woran erkennt man ein Hornissennest?

Die Identifizierung eines Hornissennestes weist einige charakteristische Merkmale auf, die es von anderen Insektennestern, wie beispielsweise Wespennestern, unterscheiden. Da Hornissen sich zunehmend in der Nähe menschlicher Siedlungen niederlassen, ist es wichtig zu wissen, auf welche Anzeichen man achten sollte.

 

Hornissen bevorzugen oft Orte wie Bäume, Dachböden oder Hohlräume, um ihre Nester zu bauen. Diese Nester bestehen aus zerkautem Holz und Speichel, was ihnen eine einzigartige, papierartige Struktur verleiht.

 

Im Vergleich zu einem Wespennest ist ein Hornissennest bei einer Population von etwa 400-700 Tieren kleiner. Die Hornissen haben die Gewohnheit, vor dem Eingang ihres Nests ihren Kot abzuwerfen, was zu Kotstellen unter dem Nest führt.

 

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe des Nestes. Das Hornissennest weist in der Regel eine bräunliche Färbung auf, während das Wespennest eher einen gräulichen Ton aufweist.

Richtiges Verhalten im Umgang mit Hornissen

Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen sind generell friedliche Tiere, die Menschen nicht grundlos angreifen. Wenn Hornissen in Ihrem Garten leben, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Das Nest sollte keinesfalls gestört oder zerstört werden, da dies zu Stichen führen kann.

 

Ein häufiger Fehler ist es, nach den Tieren zu schlagen, sei es aus Reflex oder Unachtsamkeit. Um sicher zu bleiben, sollten Sie Abstand halten und die Flugbahn der Hornissen nicht blockieren.

 

Hinweis: Wenn Sie ein Hornissennest in Ihrem Garten oder in der Nähe entdecken, ist es am besten, die Umgebung mit Absperrband zu markieren und die Entdeckung zu melden.

 

Falls Sie sich unwohl in der Nähe von Hornissen fühlen, sollten Sie jegliche Interaktion mit den Tieren vermeiden. Kein Kontakt bedeutet keine Panik. Mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Problem in der Regel schnell und schonend lösen, und die Hornissen können behutsam zurück zu ihrem Nest geleitet werden.

 

  • Wenn sich eine Hornisse in Ihrer Wohnung oder im Gartenhaus befindet, öffnen Sie die Fenster weit. In dieser Zeit sollten Sie die Hornisse nicht reizen.
  • Hornissen sind nachtaktiv und im Sommer vor allem nach Sonnenuntergang unterwegs. Licht zieht Hornissen sowie andere Insekten an, daher sollten Sie das Licht möglichst ausschalten.
  • Installieren Sie stabile Insektengitter an Fenstern und Türen, um das Eindringen von Hornissen zu verhindern.
  • Verschließen Sie sorgfältig mögliche Einfluglöcher in Rollladenkästen oder Verschalungen an Terrasse und Balkon.
  • Als sanftes Abwehrmittel können Zitronenscheiben mit Gewürznelken oder Nelkenöl verwendet werden.
Nester

Nicht eigenmächtig handeln – Hornissenschutz beachten

Es ist von höchster Wichtigkeit, eigenmächtiges Handeln gegenüber Hornissen zu unterlassen. Das Einfangen, Vertreiben, oder gar das Töten dieser Tiere ist in keiner Weise gestattet, genauso wenig wie das Entfernen oder Zerstören ihrer Nester. Hornissen genießen gemäß der Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) und dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) einen strengen Schutzstatus.

 

Es muss ausdrücklich beachtet werden, dass das unberechtigte Entfernen oder Zerstören eines Hornissennests je nach Bundesland mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

 

Für eine ordnungsgemäße Umsiedlung eines gesamten Hornissenvolkes ist stets eine Genehmigung der örtlichen Naturschutzbehörde erforderlich. Spezialkräfte oder häufig auch die Feuerwehr sind für solche Einsätze zuständig. In Ausnahmefällen kann ein Kammerjäger beauftragt werden, wobei Kosten in etwa 200 Euro für die Betroffenen entstehen können.

 

Es ist entscheidend zu betonen, dass Hornissen äußerst nützliche Insekten sind und keinerlei Gefahr für den Menschen darstellen. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Wespen und Fliegen, wodurch sie dazu beitragen, lästige Insektenpopulationen zu kontrollieren. In der Natur verhalten sich Hornissen eher zurückhaltend und meiden Konfrontationen. Es gibt keinerlei Grund, vor ihnen Angst zu haben.

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