Die Hummel – eine kurze Vorstellung

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Die Hummel – eine kurze Vorstellung

Wie Bienen bestäuben auch Hummeln unsere Pflanzen und sorgen damit für Artenvielfalt.

 

Die Hummel gehört wie die Biene zu den Hautflüglern. Im Gegensatz zu der Honig- und Wildbiene besitzt die Hummel einen stärker behaarten Körper und einen längeren Rüssel. Mit diesem gelangt sie auch an tiefen Stellen einer Blüte an den Nektar.

 

Der Pelz und die Flugmuskulatur der Hummel ermöglichen es ihr auch bei niedrigen Temperaturen Blüten zu bestäuben.

 

Je nach Art bauen die Tiere ihre Hummelnester in Gebäudedämmungen, Laub, unter Grasbüscheln, in Steinplatten, Totholzhaufen sowie in verlassenen Vogel- oder Mäusenestern.

Imker

Lebensweise der Hummel

Von März bis Mai erwachen die im Vorjahr begatteten Hummelköniginnen in ihrem Winterquartier und beginnen ihre Suche nach Nistplätzen. Nach dem Bau der ersten Wabe legt die Königin sechs bis acht Eier in diese und versorgt die daraus schlüpfenden Larven mit Pollen. Nach rund vier Wochen schlüpfen aus den verpuppten Larven die ersten Arbeiterinnen. Diese sind für Nestbau, Brutpflege und Nestverteidigung zuständig.

 

Im Sommer legt die Königin dann befruchtete und unbefruchtete Eier. Die unbefruchteten Eier entwickeln sich zu Männchen (Drohnen) und die befruchteten Eier zu Weibchen – die Königinnen. Die Weibchen verpaaren sich und suchen gemeinsam ein Winterquartier. Die Männchen wiederum sterben nach der Paarung. Je nach Art ist das alte Volk im Nest inklusive der Königin zwischen August und Oktober ausgestorben und zerfällt rückstandslos.

Können Hummeln stechen?

Fühlen sich die weiblichen Hummeln bedroht, können diese stechen. Dies passiert allerdings nur im äußersten Notfall. Der Stachel einer Hummel ist nur schwach ausgebildet. Bevor eine Hummel sticht, warnt sie mit einem lauten Brummen oder Beißen. Der Stachel der Hummel hat im Gegensatz zum Bienenstachel keine Widerhaken. Somit bleibt der Stachel nicht stecken und die Hummel muss nicht sterben. Dennoch kann das Gift schmerzhaft sein.

Gefahren für Hummeln

Das Mähen von Grünflächen, der Einsatz von Insektiziden und Monokulturen führen gerade im ländlichen Raum dazu, dass viele Hummelarten auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen.

Was kann ich tun, um Hummeln zu helfen?

So wie Bienen sind auch Hummeln auf Gärten mit einer großen Pflanzenvielfalt angewiesen. Krokusse, Studentenblumen, Rhododendron, Lavendel, Schnittlauch oder Oregano sowie Wildblumenwiesen mögen Hummeln besonders. Auch menschengemachte Nistkästen, Gehölze wie Weiden, Obstgehölze, Ahorn oder Linde werden von den Tieren genutzt.

 

Um Hummeln eine Nahrungsmöglichkeit zu bieten, sollte der Garten möglichst blütenreich gestaltet sein und möglichst spät im Jahr gemäht werden. Seltene Hummelarten nisten meist in Moos- und Krautschichten. Deswegen sollten Böschungen und Bereiche von Gras abschnittsweise nur alle drei bis vier Jahre gemäht werden.

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