10 unglaubliche Fakten über Hummeln

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10 unglaubliche Fakten über Hummeln

Hummeln sind soziale Insekten, die zur Familie der Apidae gehören und eng mit der Honigbiene verwandt sind. Sie sind für ihre behaarten Körper und markanten schwarz-gelben Streifen bekannt. Die Insekten bilden Kolonien, die je nach Art aus etwa 50 bis 600 Tieren bestehen. Innerhalb einer Hummelkolonie gibt es Arbeiterinnen, Drohnen und eine Königin.

 

Die Arbeiterinnen sind für die Nahrungssuche, den Nestbau und die Pflege der Brut verantwortlich. Die Drohnen haben die Aufgabe, die Königin zu begatten. Die Königin ist die einzige reproduktive weibliche Hummel im Volk. Sie legt Eier, aus denen neue Hummeln schlüpfen.

 

Hummeln spielen eine wichtige Rolle bei der Bestäubung von Pflanzen und tragen so zur Fortpflanzung vieler Blütenpflanzen bei. Obwohl sie in einigen Regionen als Schädlinge betrachtet werden, sind Hummeln aufgrund ihres Beitrags zur Bestäubung von großer ökologischer Bedeutung.

10 bemerkenswerte Fakten

1. Hummeln können stechen

Auch wenn Hummeln gemütlich und wie ruhige Tiere wirken: Treibt man sie in die Enge, können auch sie stechen. Dies tun sie allerdings nur im äußersten Notfall, weshalb man auch selten von Hummelstichen bei Menschen hört.

2. Abstammung und Art

Die kleinen, flauschigen Insekten zählen zur Gattung der Wildbienen und sollen bereits seit mehr als 25 Millionen Jahren auf der Erde summen. Um den Globus herum zählt man etwa 250 unterschiedliche Hummelarten. In Deutschland sind rund 40 Arten der kleinen Pummelchen heimisch, wovon Schätzungen zufolge sieben Arten vermehrt vorkommen.

3. Lebensform

Viele Wildbienenarten bevorzugen ein Einsiedlerleben. Nicht so bei den Hummeln: Diese pelzigen Wildbienen ähneln in ihrer Lebensweise den Honigbienen, welche im Bienenstock ein Volk bilden. Hummeln gründen sogenannte Sommerstaaten, welche über die wärmeren Kalendermonate hinweg aktiv werden.

4. Ernährung

Für die Ernährung der kleinen Hummellarven sammelt die Königin den Pollen von Blütenpflanzen. Sie selbst vernascht lieber Nektar, welchen sie auch in Honig umwandelt, um bei schlechten Wetterbedingungen einen Nahrungsvorrat zu haben. Weil die Mengen im Vergleich zum Vorrat der Honigbienen niedriger ausfallen, ist die Verwendung des Honigs von Hummeln für Menschen nicht relevant.

5. Ausgezeichnete Bestäuber

Hummeln sind fleißige Bestäuber. Nicht zuletzt deshalb, weil sie eine auffallend lange Zunge besitzen. Dadurch können sie auch tiefe Blüten gut erreichen. In manchen Fällen werden Hummeln sogar extra gezüchtet und in Gewächshäusern gehalten, um eine ganzjährige Bestäubung zu generieren.

6. Kuckuckshummeln

Unter den Wildbienen gibt es immer wieder Arten, die ihren Nachwuchs in fremde Nester schmuggeln und von den dortigen Arbeiterinnen aufziehen lassen – die sogenannten Kuckucksbienen. Auch unter den Hummeln gibt es solche Arten.

7. Höhenmeister

Hummeln sind echte Hochflieger. So können zum Beispiel auf dem Mount Everest in 5.600 Metern Höhe noch Hummeln gesichtet werden. In Labortests wurde herausgefunden, dass Hummeln sogar in einer Höhe von über 9.000 Metern noch flugfähig sind.

8. Gut geschützt gegen Kälte

Durch ihren Pelz sind Hummeln gut gegen Kälte und Regen geschützt. Zusätzlich können sie ihre Flügel ausklappen und durch starkes Zittern Wärme erzeugen. So entsteht auch das bekannte Brummen der Hummeln. Dieser natürliche Heizmechanismus hilft ihnen dabei, auch bei niedrigen Temperaturen auf Nahrungssuche gehen zu können, ganz im Gegensatz zu Bienen, die bei Kälte und schlechtem Wetter lieber zu Hause bleiben.

9. Zu schwer zum Fliegen?

Dem Gesetz der Aerodynamik zufolge sind Hummeln zu schwer zum Fliegen. Ihr Gewicht ist zu groß für ihre Flügelfläche. Diese Berechnung geht jedoch davon aus, dass die Flügel der Hummel steif seien- wie bei einem Flugzeug. Dem ist allerdings nicht so. Tatsächlich erzeugen Hummeln durch ihren Flügelschlag Luftwirbel, die ihnen den zum Fliegen nötigen Auftrieb geben.

10. Südamerikanischer Riese

Die in Deutschland beheimateten Hummelarten sind eher klein, in Südamerika hingegen gibt es eine Hummelart, die durch ihre Größe auffällt. Die Bombus dahlbomii kann bis zu 4 cm groß werden. Damit zählt sie sogar zu den größten Bienenarten der Welt. Im Vergleich: Die Drohnen der Gartenhummel werden nur etwa 1,5 cm groß.

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