Die afrikanisierte Honigbiene – eine Killerbiene?

Von einem gescheiterten Experiment, mit dem man die Leistung der Bienen erhöhen wollte bis hin zur Züchtung einer aggressiven, angriffslustigen neuen Bienenart. Die wichtigsten Informationen zu den Killerbienen und wie diese entstanden sind!

Bild Biene

Vorgeschichte

Im Jahr 1955 wurde der brasilianische Genetiker und Insektenkundler Warwick Estevam Kerr vom brasilianischen Agrarministerium damit beauftragt, eine neue Bienenart zu züchten, die dem tropischen Klima besser angepasst sein sollte.

 

Die in Brasilien lebenden Bienen, spanischer Herkunft, waren leistungsschwach und starben nach kurzer Zeit aufgrund des warmen Klimas. Deshalb sollte eine leistungsstärkere, an das Klima angepasste Bienenart entstehen.

Entstehung der Bienenart

Das Experiment begann, nachdem über 120 Bienenköniginnen von Afrika nach Brasilien gebracht wurden. Ziel war es, sanftmütige Bienen zu züchten, die viel Honig erwirtschaften sollten.

 

Auf einem Imkergelände Nähe der Hauptstadt Brasiliens startete die Zucht. Unter isolierten Bedingungen wurden die Bienenstöcke mit speziellen Gittern verschlossen, um das Ausschwärmen der Bienen zu verhindern.

 

Durch ein Missverständnis kam es dann aber dazu, dass 26 Bienenschwärme der afrikanisierten Honigbiene entkamen. Diese Schwärme vermehrten und verbreiteten sich mit einer enormen Geschwindigkeit.

 

Das Ziel, die afrikanischen Bienen mit den europäischen Bienen zu kreuzen gelang nur, solange sie überwacht wurden und die Forscher den Prozess beeinflussten. So gelang es, die aggressive Art der Bienen zu unterdrücken und die sanftmütige Art der spanischen Bienen dominieren zu lassen. Im natürlichen Lebensraum gewann die dominante Seite der afrikanischen Bienen allerdings und all der Fortschritt ging verloren.

 

So kam es dazu, dass die Killerbienen Menschen und Tiere angriffen.

Folgen des Experimentes

Die Killerbienen werden nicht ohne Grund so genannt. Ihre aggressive Lebensweise ist potentiell tödlich für Menschen aber auch Tiere.

 

Der entscheidende Unterschied zu den normalen Honigbienen liegt nämlich darin, dass bei einer Bedrohung nicht nur die Wächterbienen des Stammes angreifen, sondern das ganze Volk. Bei der geringsten Provokation greifen die Killerbienen schon an und verteidigen sich.

 

Eine hohe Anzahl an Stichen kann dazu führen, dass sogar Menschen daran sterben. Aus diesem Grund sind die Tiere so gefährlich und sollten gemieden werden. Wobei die Art größtenteils nur in warmen, tropischen Klimazonen aufzufinden ist und diese deshalb eher selten in Europa vorkommen.

 

Für die Menschen in Brasilien gilt diese Tierart als sehr gefährlich, aber sie hat auch ihre guten Seiten. Die Imker haben gelernt, mit den Killerbienen umzugehen und besondere Schutzkleidung zu tragen, wenn sie mit den Tieren arbeiten.

 

Zudem wurden die Honigerträge in Brasilien um ein vielfaches gesteigert. Dadurch hat Brasilien es weltweit auf Platz drei geschafft was die Honigproduktion betrifft. Nicht nur die Honigproduktion konnte gesteigert werden, auch das Land profitiert von diesen Killerbienen und ihrer Leistungsstärke.

Bild Imker
Bienen Gesundheit

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.