Der Nassenheider Verdunster zum Schutz der Honigbiene 

Die Varroamilbe ist einer der größten Feinde der westlichen Honigbiene. Die 1,6 mm große Milbe schwächt das Immunsystem der Bienen und überträgt tödliche Viren. Ohne menschliche Hilfe würde ein Bienenvolk innerhalb von drei Jahren aussterben. Für eine optimale Behandlung der Varroose eignet sich die kontinuierliche Verdunstung von Ameisensäure 60 % ad us. vet. mithilfe des Nassenheider Verdunsters.

Der Nassenheider Verdunster

In Deutschland ist die Kombination aus 60 %er Ameisensäure und derenVerdunstung über den Nassenheider Verdunster als Behandlungsmethode gegen die Varroamilbe zugelassen. Besonders wichtig für eine erfolgreiche Behandlung ist der Zeitpunkt. Die Honigbienen sollten bereits im Sommer nach der letzten Honigernte ihre erste Behandlung über 10 Tage erhalten. Grund dafür ist die Aufzucht der Winterbienen. Damit die Bienen im Herbst nicht schon an den von der Varroamilbe übertragbaren Viren sterben ist es wichtig, im Sommer mit der Behandlung anzufangen. Eine zweite Behandlung sollte Mitte bis Ende September erfolgen, da es oft durch Räuberei zu einer Reinfektion kommen kann. Werden im Oktober noch Milbentotenfälle beobachtet, so sollte eine dritte Behandlung erfolgen.

Aber Vorsicht bei der Arbeit mit Ameisensäure. Sie ist sehr stark ätzend und daher sollten sie alte Klamotten tragen die Arme und Beine vollständig bedecken. Gummihandschuhe und eine Schutzbrille sollten auch getragen werden.

Langzeitverdunstung zur Varroabehandlung

Den Nassenheider Verdunster gibt es in drei verschiedenen Ausführungen. Neben dem Nassenheider Verdunster universal H und dem Nassenheider Verdunster universal R gibt es den Nassenheider Verdunster professional. Dabei verfolgen alle drei Varianten den gleichen Effekt- die gleichmäßige Langzeitverdunstung von Ameisensäure. Dies bietet eine hervorragende Effektivität bei der Varroabehandlung. Die Behandlung mit Hilfe der Ameisensäure bewirkt eine massive Milbenreduktion und zusätzlich werden die vorhandenen Nachkommen innerhalb der Zelle vernichtet.
 
Die hoch effektive Wirkung des Nassenheider Verdunsters basiert auf einem patentierten Verdunstungsprinzip. Ein U-Docht saugt konstant Ameisensäure an und leitet diese über einen Schenkel auf ein Vliestuch weiter. Die abtropfende Ameisensäure verdampft und die Temperatur und Luftfeuchtigkeit lösen eine konstante Änderung des Ameisesäurenflecks aus. Durch die Änderung des Flecks wird gewährleistet, dass sich die Verdunstung von selbst reguliert. Der langsame Verdunstungsbeginn und die gleichmäßige Verdunstung über die komplette Behandlungsdauer sichert weitestgehend,dass keine Bienenköniginnen sterben.
 
Die Kontrolle der Verdunstungsmenge sollte nach einer Behandlungsdauer von 24 Stunden erfolgen. Dazu wird der Verdunster herausgenommen, senkrecht gehalten und die verbrauchte Menge an einer Skala abgelesen. Unter keinen Umständen darf eine Menge von 35 ml innerhalb von 24 Stunden verdunsten. Diese Menge ist die absolute Obergrenze bei der Varroabehandlung mit Hilfe von Ameisensäure. Sollte die Menge überschritten worden sein, so muss der Docht ausgetauscht werden.

Bienen Gesundheit

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.