Die italienische Biene – ein Sammler mit großer Anpassungsfähigkeit

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Die italienische Biene – ein Sammler mit großer Anpassungsfähigkeit

Neben unseren bekannten Honigbienen gibt es unzählige weitere Arten. Eine von ihnen ist die italienische Honigbiene, auch genannt Apis mellifera ligustica oder Italiener-Biene. Dieses kleine unscheinbare Wesen zählt zu einer der anpassungsfähigsten Bienen und ist auf dem derzeitigen Weltmarkt mehr als beliebt! Aber woran liegt das und was macht dieses kleine Tierchen, im Gegensatz zu anderen Bienenarten, so besonders?

Straße

Aussehen

Ligustica-Bienen fallen schon aus weiter Entfernung aufgrund ihrer leuchtenden Gelbfärbung auf. Gekennzeichnet ist ihr Aussehen durch mindestens zwei hell-orangefarbene Ringe am Hinterleib. Zudem ist die Ligustica kleiner als andere Bienenarten und ähnelt den Balkanbienen durch die Filzbinden sowie die Behaarung. Die Königinnen der Italiener-Bienen sind einheitlich orange gefärbt, ohne jegliche dunkle Zeichnungen auf dem Hinterleib. Diese Eigenschaft lässt sie im Volk auf Anhieb gut erkennen.

Herkunft der italienische Biene

Wie der Name der Biene schon vermuten lässt, stammt sie aus der italienischen Region der Appenin-Halbinsel, welche sich von Südtirol bis Kalabrien zieht. Dadurch ist sie auch mit den Bienen des Balkans verwandt und hat im Laufe der Zeit ganz besondere Eigenschaften erlernt.

 

In Italien unterscheidet man die italienischen Bienen aufgrund ihrer Färbung. Dort gibt es folgende Arten:

 

  • einen dunkleren, lederbraunen Typus im Nordwesten
  • einen leuchtend orangefarbenen im mittleren Norden
  • und einen bislang nicht näher untersuchten südlichen Typ mit sehr hellen Ringen

 

Heutzutage hat sie in den USA, in Frankreich, England, Skandinavien, Australien und Israel weite Verbreitung gefunden. Und das, obwohl sie in ihrem eigenen Land, aufgrund der Einfuhr fremder Bienenarten, sehr gefährdet ist.

Toskana

Eigenschaften der Ligustica

Die Anpassungsfähigkeit der italienischen Biene ist ein Grund, weshalb viele Länder die Apis mellifera ligustica in ihren Imkerbetrieb aufnehmen. Sie passen sich an kühle, aber auch warme Klimazonen an
und haben keine Probleme mit Temperaturunterschieden jeglicher Art. Im Winter benötigt sie dennoch große Unterstützung bei ihrer Nahrungssuche, da sie auf große Zuckermengen angewiesen ist. Zwischen 25 und 30 kg Zucker verbraucht ein Schwarm in einem Winter!

 

Neben der Anpassung an das Klima haben die Italiener-Bienen folgende Vorzüge und Eigenschaften:

 

  • sanftmütig
  • voller Sammeleifer
  • kaum Schwarm-Bildung
  • kurzlebig
  • milbenresistent (die Arbeiterinnen)
  • raubfreudig
  • Winterbrüter
  • Nahsammler

 

Dazu kommt noch, dass die Bienenart in großen Völkern gehalten werden muss, da sie sonst geringe Erträge erzielen. Für Imker mit nur kleinen Bienenhäusern ist diese Bienenart nicht zu empfehlen.

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