Diverses

Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. und APILIFE VAR ab Oktober 2018 freiverkäuflich

Die Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) und der Verordnung über apothekenpflichtige und freiverkäufliche Arzneimittel (AMVerkRV) ist am 1. Oktober 2018 in Kraft getreten. Somit sind fortan Oxalsäuredihydrat 3,5 % und ApiLifeVar von der Apothekenpflicht befreit und somit freiverkäuflich.

 

Obwohl mit dem Wegfall der Apothekenpflicht auch die Verpflichtung entfällt, die Behandlungsmittel zu dokumentieren, sollte jeder Imker dennoch jede Behandlung im Bestandsbuch eintragen.

Aus lebensmittelrechtlicher Sicht lässt sich nämlich nach wie vor eine Verpflichtung zum Nachweis ableiten.

 

Sollten Sie Oxalsäure besitzen, welche noch als apothekenpflichtig verkauft wurde und der Hinweis auf das Bestandsbuch im Beipackzettel gegeben ist, bleibt die Bestandsbuchpflicht bestehen.

Haltbarkeit nach Anbruch

Ameisensäure:

Nach dem Öffnen nur zum sofortigen Gebrauch bestimmt.

 

APILIFE VAR:

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen des Innenbeutels: Nur zum sofortigen Gebrauch.

 

Milchsäure:

Nach dem Öffnen nur zum sofortigen Gebrauch bestimmt.

 

Oxalsäure:

Nach dem Öffnen nur zum sofortigen Gebrauch bestimmt. Die angemischte, gebrauchsfertige Lösung ist nur für die sofortige Anwendung vorgesehen und ist darüber hinaus nicht haltbar. Auf Grund von Haltbarkeitsuntersuchungen durch das BfArM wurde festgestellt, dass der Gehalt an Hydroxymethylfurfural (HMF) der gebrauchsfertigen Lösung bei Lagerung stark zunimmt. HMF wurde als deutlich bienentoxisch eingestuft.

Diverses

Honig-Portal

Honig – Wissenswertes über die Entstehung, Ernte, Heilwirkung und vieles mehr

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Beeventure

Plattform für Imker und Interessierte zum Austausch
von Informationen.

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Vortrag

Nachweis von Bienen-Viren mittels Real Time PCR – ein Beitrag zur Ursachenabklärung bei Völkersterben“

 

Frau Dr. Carola Wolf, Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei   ➔    Download Vortrag

 

An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei Frau Dr. Wolf dafür bedanken, dass sie uns diesen interessanten Vortrag zur Verfügung gestellt hat.

Buchtipp für Imker und Bienen-Freunde

„Bienen und Menschen. Eine Freundschaft.“  Von Olaf Nils Dube, Insel-Verlag, 156 Seiten, 18,- Euro

Für Sie gefunden…

Bienen summen. Auf der Suche nach Nektar fliegen sie von Blüte zu Blüte. Forscher fanden heraus, dass das Summen der Bienen den Nektar bestimmter Pflanzen süßer macht. Das funktioniert so: Die Flügelschläge der Bienen erzeugen Schallwellen – die Luft um die Flügel wird also in Schwingungen gesetzt. Fliegt die Biene zu einer Blüte, beginnen auch die Blütenblätter zu vibrieren.Bei dem Versuch haben Forscher den Nektar einer bestimmten Pflanze getestet. Nach wenigen Minuten Summen war der Nektar der Blumen um einiges süßer als ohne das Summen.“

 

Gelesen in der Mitteldeutschen Zeitung, 17.01.2019

Experimente

Honigbienen können rechnen. Sie beherrschen sowohl die Addition als auch die Subtraktion. (lt. Experiment einer internationalen Forschergruppe)
 
Der Versuchsaufbau: Die Bienen wurden darauf trainiert, die Addition (blau) bzw. Subtraktion (gelb) mit der entsprechenden Farbe zu verknüpfen.
 
Die Rechenaufgabe:  Der Bestandteil ist eine Tafel mit einer bestimmten Anzahl von geometrischen Figuren in den entsprechenden Farben blau bzw. gelb.
                                          In der Entscheidungskammer musste die Biene dann die Kammer wählen, die mit einer Tafel markiert war, welche genau ein Element mehr (Addition) bzw.
                                          ein Element weniger Subtraktion) zeigte. Insgesamt 100 Durchgänge musste die Biene vollziehen und somit lernen, welche Farbe für welche Rechenart steht und

                                          schlussendlich zur begehrten Zuckerlösung führt.Durch dieses Training fanden die begabten Bienen meistens die richtige Lösung. 

                                          Das Ergebnis unterscheidet sich deutlich von einer zufälligen Verteilung, so die Forscher.
 
Lesen Sie mehr über dieses  Experiment in der Originalpublikation.
 
Originalpublikation:
 
Scarlett R. Howard et al: Numerical cognition in honeybees enables addition and subtraction. Science Advances Vol. 5 No. 2 (01.Feb. 2019) DOI: 10.1126/sciadv.aav0961

Einige interessante Fakten

• 5.000.000 Euro pro Jahr stellt Bundesumweltministerin Svenja Schulze aus dem „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ für den Schutz der Insekten bereit.

 

• 28.600 Tonnen heimischen Honig stellten die deutschen Imkereien im Jahre 2017 für den markt bereit. Knapp 88.000 Tonnen Honig wurden importiert

Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.