Behandlungskonzept

Behandlungskonzept

Grundsätze

  • Varroabekämpfung ist immer eine Kombination aus biotechnischen und chemischen Verfahren.
  • Varroabekämpfung hat nur Erfolg, wenn sie konsequent, gut organisiert und an die örtlichen Begebenheiten angepasst durchgeführt wird.
  • Varroabekämpfung scheitert ohne regelmäßige Kontrolle des Milbenbefalls.
  • Die Honigbiene ist ein lebensmittelproduzierendes Tier. Dementsprechend sind nur dafür zugelassene Bekämpfungsmittel einsetzbar (ad us. vet.).

Maßnahmen im Jahresverlauf

Kontrolle

Maßnahmen

Januar, Februar, März

April

Baurahmen einhängen, gedeckelte Brut ausschneiden

Mai

> 3 Milben pro Tag und Volk
Drohnenbrut regelmäßig ausschneiden (7-9 Tage Rhythmus)

Juni

Jungvolkbildung
Brutpause im Ableger nutzen zur Varroabehandlung

Juli

> 10 Milben pro Tag und Volk
2 Wochen Milbentotenfall kontrollieren
1.) Sommerbehandlung (Kurzzeit, Langzeit) mit Ameisensäure Behandlung mit ApiLifeVAR
2.) Bei Spättracht – befallene Völker aus der Tracht entfernen

August

> 10 Milben – 30 Milben pro Tag und Volk
Behandlung mit Ameisensäure
(bei Frühtracht: Juli / August)
(bei Spättracht nach Trachtende: August / September)

September

bei Spättracht Kurzzeitbehandlung mit Ameisensäure, nach Auffüttern Langzeitbehandlung mit Ameisensäure

Oktober

0,5 – 1 Milbe pro Tag und Volk
2 Wochen Milbentotenfall kontrollieren
Winterbehandlung erforderlich
Milchsäure – sprühen
Oxalsäure – träufeln

November

Bei Brutfreiheit – Winterbehandlung mit Milchsäure / Oxalsäure

Dezember

Bei Brutfreiheit – Winterbehandlung mit Milchsäure / Oxalsäure

Behandlungskonzept

Grundsätze

  • Varroabekämpfung ist immer eine Kombination aus biotechnischen und chemischen Verfahren.
  • Varroabekämpfung hat nur Erfolg, wenn sie konsequent, gut organisiert und an die örtlichen Begebenheiten angepasst durchgeführt wird.
  • Varroabekämpfung scheitert ohne regelmäßige Kontrolle des Milbenbefalls.
  • Die Honigbiene ist ein lebensmittelproduzierendes Tier. Dementsprechend sind nur dafür zugelassene Bekämpfungsmittel einsetzbar (ad us. vet.).

Maßnahmen im Jahresverlauf

Januar, Februar,März

Kontrolle: /
Maßnahmen: /

April

Kontrolle: /
Maßnahmen: Baurahmen einhängen,gedeckelte ausschneiden

Mai

Kontrolle: > 3 Milben pro Tag und Volk
Maßnahmen: Drohnenbrut regelmäßig ausschneiden (7-9 Tage Rhythmus)

Juni

Kontrolle: /
Maßnahmen: Jungvolkbildung
Brutpause im Ableger nutzen zur Varroabehandlung

Juli

Kontrolle: > 10 Milben pro Tag und Volk
2 Wochen Milbentotenfall kontrollieren
Maßnahmen:
1.) Sommerbehandlung (Kurzzeit, Langzeit) mit Ameisensäure Behandlung mit ApiLifeVAR
2.) Bei Spättracht – befallene Völker aus der Tracht entfernen

August

Kontrolle: > 10 Milben – 30 Milben pro Tag und Volk
Maßnahmen:
Behandlung mit Ameisensäure
(bei Frühtracht: Juli / August)
(bei Spättracht nach Trachtende: August / September)

September

Kontrolle: /
Maßnahmen:
bei Spättracht Kurzzeitbehandlung mit Ameisensäure, nach Auffüttern Langzeitbehandlung mit Ameisensäure

Oktober

Kontrolle:
0,5 – 1 Milbe pro Tag und Volk
2 Wochen Milbentotenfall kontrollieren
Maßnahmen:
Winterbehandlung erforderlich
Milchsäure – sprühen
Oxalsäure – träufeln

November

Kontrolle: /
Maßnahmen:
Bei Brutfreiheit – Winterbehandlung mit Milchsäure / Oxalsäure

Dezember

Kontrolle: /
Maßnahmen:
Bei Brutfreiheit – Winterbehandlung mit Milchsäure / Oxalsäure
Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.