Die Dunkle Biene: Der fast vergessene Urtyp aller Honigbienen 

Der Urtyp aller Honigbienen ist die dunkle europäische Honigbiene. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die dunkle Biene, die bis zu diesem Zeitpunkt sehr beliebt bei den Imkern war, durch die Kärntner Biene verdrängt. Es dauerte lediglich 120 Jahre, bis sie vollständig verdrängt wurde. In Deutschland starb die letzte Mellifera-Population 1975 in der Kleinstadt Suhl am Südhang des Thüringer Walds aus.
 
Ihren Ursprung hatten die dunklen Bienen vor 25 Millionen Jahren in Europa. Sie wanderten zwischen Nord- und Südeuropa und siedelten sich durch die klimatischen Auswirkungen der Eiszeit rund um das Mittelmeer an. Südfrankreich, Italien und der Balkan waren perfekte Zufluchtsorte für die isolierte Population. Durch das Ende der Eiszeit gelangte die dunkle Biene vor etwa 9000 Jahren wieder nach Deutschland, wo sie bis zur Verdrängung fröhlich umhergeflogen ist.

Bienenbevölkerung in der Schweiz am größten

Weitere Bezeichnungen sind Waldbiene, Heidelbiene oder auch Nordbiene und beschreiben die dunkle Honigbiene gut in ihrem Erscheinungsbild. Die natürlich entstandene Unterart der westlichen Honigbiene zeichnet sich dadurch aus, dass gelbe Farbzeichnungen nicht existieren. Sie haben einen schwarzen Chitinpanzer und eine dunkelbraune Behaarung.
 
In der Körperform unterscheidet sich die dunkle Biene auch von anderen westlichen Honigbienen. Von allen Unterarten der westlichen Honigbiene besitzt sie den längsten und breitesten Körperbau, aber auch den kürzesten Saugrüssel.
 
Die dunkle Biene ist nur noch in wenigen Ländern dieser Erde zu finden. Dabei weisen Länder wie Großbritannien, Norwegen, Frankreich, Belgien, Dänemark, Schweden und Finnland eine äußerst kleine Mellifera-Population auf.
 
Die Schweiz und Österreich sind die Länder mit der größten Anzahl an Bienenvölker der dunklen Biene. Mit 15.000 reinrassigen Bienenvölkern gehört die Schweiz zu dem Land mit der höchsten Population. 10 % aller Bienenvölker zählen somit zur Art der dunklen europäischen Honigbiene. Seitdem die Nordbiene in Deutschland 1975 ausgestorben ist, versuchen heute einige Organisationen sie wieder anzusiedeln.

Organisationen kämpfen für den Erhalt der dunklen Honigbiene

Um ein erneutes Aussterben der Apis Mellifera Mellifera zu verhindern, hat sich 1995 der Internationale Verband zum Schutz der Dunklen europäischen Biene (SICAMM) gegründet. Organisationen aus 18 verschiedenen Ländern kämpfen um den Schutz, Erhalt und die Züchtung der dunklen Biene. Darunter fallen z. B. Deutschland, Schweiz, Polen, Schweden, Belgien uvm. Alle zwei Jahre treffen sich die Organisationen zu den SICAMM-Konferenzen in denen Probleme, Meinungen und Pläne besprochen werden.
 
Maßnahmen zum Erhalt der dunklen Biene sind Schutzgebiete. Als Beispiel für solche Gebiete gelten die schottischen Inseln Colonsay und Oronsay. Andere Bienenrassen dürfen auf diesen Inseln nicht gezüchtet werden und Bienenkrankheiten wie die Faulbrut oder auch die Varroamilbe existieren nicht. In Deutschland hingegen gibt es sogenannte Belegstellen (Aufstellungsort für junge, unbegattete Bienenköniginnen und Drohnen derselben Bienenrasse).

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Pflichtangaben
Ameisensäure 60% ad us. vet., Lösung für Bienen Anwendungsgebiete: Varroose der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Honig: Anwenden nach der letzten Honigernte des Jahres.
Warnhinweise: Die Lösung verursacht Verätzungen! Dämpfe nicht einatmen! Bei Berührung mit den Augen gründlich mit Wasser abspülen und Arzt konsultieren. Bei Unfall und Unwohlsein sofort Arzt hinzuziehen. Beim Arbeiten mit Ameisensäure sind Schutzhandschuhe zu tragen. Vor Licht und Wärme geschützt aufbewahren. Nicht aufgebrauchte Mengen von Ameisensäure 60% ad us. vet. sind vor dem Entsorgen stark mit Wasser zu verdünnen (mindestens im Verhältnis 1:10)
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Milchsäure 15% ad us. vet. Lösung für Bienen.
Anwendungsgebiete: Varroose (Erreger: Varroa destructor (früher: Varroa jacobsoni Oud.)) der Honigbiene (Apis mellifera).
Wartezeit: Bei Spätherbst-/Winterbehandlung keine; bei Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres nutzen.
Warnhinweise: Die Lösung kann Haut und Augen reizen. Sprühnebeldämpfe nicht einatmen. Das versehentliche Einatmen saurer Sprühnebel kann zu Atembeschwerden und Hustenanfällen führen. Beim Arbeiten mit Milchsäure sind daher Schutzhandschuhe, Schutzbrille und ggf. Halbmasken mit Filter (A1P2 oder A2P2) zu tragen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
Oxalsäuredihydrat- Lösung 3,5% (m/V) ad us. vet. Lösung und Saccharose- Pulver zum Mischen vor Gebrauch für Bienen zur Träufelbehandlung im brutfreien Bienenstock.
Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Varroose (Varroa destructor) der Honigbiene (Apis mellifera) in der brutfreien Zeit (Spätherbst). Wartezeit: Nach Behandlung darf Honig erst im darauf folgenden Frühjahr gewonnen werden.
Warnhinweise: Oxalsäuredihydrat-Lösung ist gesundheitsgefährdend! Die Oxalsäuredihydrat-Lösung und die fertige Gebrauchslösung können Haut und Augen reizen. Beim Arbeiten mit Oxalsäuredihydrat-haltigen Lösungen sind daher säurefeste Schutzhandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Bei Unfall oder Unwohlsein sofort einen Arzt hinzuziehen. Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren. Schwangere Frauen sollen nicht in Kontakt mit Oxalsäuredihydrat kommen.
Pharmazeutischer Unternehmer: Serumwerk Bernburg AG, Hallesche Landstraße 105 b, 06406 Bernburg
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.
 
APILIFE VAR Imprägnierte Streifen für den Bienenstock für Honigbienen.
Anwendungsgebiete: Behandlung von Varroose bei Honigbienen verursacht durch Varroa destructor.
Wartezeit: Honig: 0 Tage. Nicht anwenden während der Tracht, um eine Beeinträchtigung des Honiggeschmacks zu vermeiden.
Warnhinweise: Direkten Haut- und Augenkontakt vermeiden, da es bei einem Kontakt von Thymol mit Haut oder Augen zu Reizungen kommen kann. Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel undurchlässige Handschuhe und die übliche Schutzausrüstung tragen. Nach der Anwendung Hände und jegliches Material, das mit dem Streifen in Berührung gekommen ist, mit Wasser und Seife reinigen. Bei Kontakt mit der Haut den betroffenen Bereich gründlich mit Wasser und Seife waschen. Bei Augenkontakt die Augen mit reichlich klarem, fließendem Wasser ausspülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nicht inhalieren. Pharmazeutischer Unternehmer: CHEMICALS LAIF S.P.A., Viale dell’Artigianato, 13, 35010 VIGONZA Italien
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker.